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Heute ist Donnerstag, der 02.02.2023


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Hilfsmittel mit Seele – Internationaler Tag des Blindenführhundes am 29. Januar

Viele können sich ein Leben ohne Hund nur schwer vorstellen. Für blinde Menschen ist ein Führhund nicht nur ein treuer Lebensbegleiter, sondern er leistet im Alltag einen großen Beitrag zur Selbstständigkeit!
Daran erinnern wir anlässlich des internationalen Tages des Blindenführhundes am 29. Januar.

Am 29.01.1929 wurde die erste Blindenführhundschule in Amerika gegründet. In Deutschland wurde bereits 1916 der erste ausgebildete Blindenführhund ausgeliefert.

„Meine Blindenführhündin Aika begleitet mich nun schon zwei Jahre und führt mich sicher durch den Alltag“ berichtet Wilhelm Lickteig (Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenbundes Pfalz e. V.).

Menschen, die sich für einen Blindenführhund interessieren, bekommen beim Blinden- und Sehbehindertenbund Pfalz Rat und Unterstützung:
- Wie kann mir ein Führhund den Alltag erleichtern?
- Passt ein Hund überhaupt zu mir?
- Welche Hunde eignen sich besonders?
- Wie finde ich die richtige Ausbildungsstätte?
Dies sind nur einige von vielen Fragen, mit denen sich Betroffene auseinandersetzen müssen.

„Beim Blindenführhund sprechen wir gerne von einem Hilfsmittel mit Seele“ so Lickteig. „Man kann ihn nach Gebrauch nicht einfach abschalten und in die Ecke stellen; es handelt sich um ein Lebewesen mit all seinen Alltagsbedürfnissen.“

Ein ausgebildetes Tier kennt rund 40 Hörzeichen und kann mit entsprechendem Training noch weitere Kommandos lernen. Eine vertrauensvolle Bindung zwischen Halter und Hund ist wichtig. Der Mensch muss sich darauf verlassen können, dass ihn der Hund sicher über Bahnsteige führt oder an einem Straßenübergang oder anderen Gefahrenstellen anhält.